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Einfach himmlisch: Engel in der Weihnachtsgeschichte

HIMMLISCHE AUFTRITTE

Wie uns Engel in den Geschichten der Bibel auf die Geburt Jesu vorbereiten

Rumms – ein Schockmoment! Schon im Vorfeld der eigentlichen Weihnachtserzählung sind sie für die Spezialeffekte zuständig: Wo immer Engel in der Geschichte rund um die Geburt Jesu auftauchen, haben sie extrem verblüffende Nachrichten im Gepäck, die die Welt ihres Gegenübers gehörig auf den Kopf stellen. Nach Entspannung klingt das nicht! Warum nennt man Engel dann also auch „Friedensboten“? Theresa Kohlmeyer, Leiterin der Abteilung Glaube, Liturgie und Kultur im Bistum Essen, meint: „Natürlich sind das dramatische Auftritte, die die Engel da hinlegen. Alleine die Tatsache, dass sie plötzlich erscheinen, muss ja schon furchteinflößend wirken. Und dann noch ihre radikalen Botschaften, die alle irgendwie lebensentscheidend sind“, fasst die Religionspädagogin zusammen. Allerdings, so findet sie, sorgen die Engel auch für eine schnelle Beruhigung der Lage: „Ihre Botschaft lautet immer: ,Fürchtet euch nicht!‘ Wer sich darauf einlässt, findet Frieden.“ Die Engel-Auftritte vor und nach der Geburt des Christkindes im Überblick gibt es hier.

Engelsbotschaft 1

Josefs Konfrontation mit besonderen Umständen

„Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes“, ist im Evangelium nach Matthäus zu lesen (Mt 1,18-25). „Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.“ Da erscheint Josef im Traum ein Engel und sagt: „Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.“ Daraufhin heiratet Josef Maria.

Engelsbotschaft 2

Maria erfährt von ihrer Schwangerschaft

„Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria“, heißt es im Lukas-Evangelium (Lk 1,26-38). Der Engel verkündet Maria: „Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden.“ Maria erschrickt und fragt: „Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne?“ Der Engel antwortet: „Der Heilige Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden.“ Maria akzeptiert schließlich diese Botschaft und sagt den berühmten Satz: „Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“

Engelsbotschaft 3

Hirten hören von Jesu Geburt

Der Evangelist Lukas berichtet von Hirten, die gerade Nachtwache bei ihrer Herde halten, als ihnen ein Engel erscheint und verkündet: „Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Christus, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind finden, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt. Und plötzlich war bei dem Engel ein großes himmlisches Heer, das Gott lobte und sprach: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens“ (Lk 2,8-14).

Engelsbotschaft 4

Warnung vor dem Kindermörder-König

Das letzte Mal tritt in dieser Geschichte ein Engel auf, nachdem sich die Heiligen Drei Könige wieder nach ihrem Besuch im Stall verabschiedet haben. Er erscheint Josef abermals im Traum und warnt: „Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter und flieh nach Ägypten; dort bleibe, bis ich dir etwas anderes auftrage; denn Herodes wird das Kind suchen, um es zu töten“ (Mt 2,13-15). Ein rettender Engel.

Schon gewusst?

Wer verleiht Flügel?

Flügel, langes blondes Haar und ein weißes Gewand – eine typische Engelsdarstellung. Dabei wird das Aussehen der himmlischen Boten in der Bibel nirgendwo beschrieben. Die Menschen haben sich im Laufe der Zeit einfach ein eigenes Bild der Gottesgesandten gemacht. „In keiner Bibelstelle findet man zum Beispiel die Aussage, dass Engel fliegen. Sie erscheinen einfach, treten ein oder berühren einen plötzlich von hinten“, erklärt Theresa Kohlmeyer. Zum Aussehen barocker Putten, der Darstellung als kleine, pausbackige Kinder, meint sie: „Das ist wohl aus der Idee heraus entstanden, dass Kinder Gott besonders nah sind.“

Drei Abende, drei Engel

Im Advent lädt das Bistum Essen dazu ein, Engeln zu begegnen. Ausgehend von biblischen Erzählungen werden an drei Abenden verschiedene Engel vorgestellt, die die Menschen zu Darstellungen in der Kunst inspiriert haben und die der einen oder dem anderen vielleicht auch im heutigen Alltag schon begegnet sind. Am 30. November geht es um Schutzengel, am 14. Dezember um Verkündigungsengel und am 21. Dezember um Ermutigungsengel – jeweils von 18.30 bis 20 Uhr. Die Treffen finden coronakonform als Video-Konferenz statt, über das kostenlose Programm Zoom. Für die Teilnahme wird ein PC, Laptop oder Tablet mit Kamera und Mikrofon sowie eine stabile Internetverbindung benötigt. Anmeldungen sind bis zum Sonntag vor dem jeweiligen Abend per E-Mail möglich an glaubenskommunikation@bistum-essen.de. I 

Text Sandra Gerke

 

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