Übertage

MISSION: SCHÖPFUNG BEWAHREN! SPANNENDE DISKUSSION IM GASOMETER

Die Zuhörer, die auf Einladung des Gasometers, des Bistums Essen (BENE) und der Katholischen Akademie die Wolfsburg gekommen waren, erfuhren, was die vier Herren tagtäglich tun, wo sie sich engagieren, wie der Stand der Forschung ist, und wie jeder einzelne in seinem Leben ein bisschen mithelfen kann, die Schöpfung zu bewahren. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die ökologische Betrachtung längst alle Wissenschafts- und Gesellschaftsbereiche erfasst hat. Der Luftfahrt-Experte Henke plädierte für eine Begeisterung für Technik und Demut vor der Schöpfung. OB Schranz attestierte den Deutschen durchaus einen überdurchschnittlichen Grad der Verantwortung in Umweltfragen und warb für die vielen kleinen Schritte im Lokalen, die Klima- und Umweltschutz nutzen würden. Global betrachtet könnte die Weltrettung schwieriger werden, soviel wurde angesichts der vielen Krisen und Probleme aber auch klar. Schneidewind mahnte, dass wohl nicht die Menschheit zugrunde gehe: "Aber was droht, ist der Untergang der Humanität." Deshalb sei er auch dankbar für die intensive Einmischung der Kirche in diese Fragen. Bischof Overbeck fasste das Thema des Abends in einem eindringlichen Appell zusammen: "Dass die soziale Gerechtigkeit wächst, muss unser wesentliches Ziel sein. Daran hängt alles andere." Und er empfahl ganz im Sinne der Enzyklika des Papstes nicht nur eine neue "Weltinnenpolitik", sondern auch einen "Weltmigrationsgipfel", um Armut und den Ursachen von Flucht und Vertreibung entgegenzuwirken. Bezogen auf die Anstrengungen der Kirche und auch des einzelnen, meinte Overbeck: "Ganz so klein sind wir auch nicht. Wir sind groß in der Fähigkeit, Probleme anzusprechen und zu lösen." (jul)

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