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24-Stunden-Kita: So soll‘s laufen

Wie können Familie und Beruf besser miteinander vereinbart werden? Das Bistum Essen hat gemeinsam mit dem KiTa Zweckverband ein Projekt ins Leben gerufen, das es so in Westdeutschland noch nie gab: die 24-Stunden- Kita. Die ersten politischen und bürokratischen Hürden sind genommen, jetzt arbeiten die Verantwortlichen mit Hochdruck an der Umsetzung des Modell- Projektes. Die Kitas St. Engelbert in Essen und St. Liebfrauen in Bochum werden für die Rundum- Betreuung umgerüstet und umgebaut, zusätzliche Räume für die so genannte Randzeitenund Übernachtungsbetreuung geschaffen. Auch das Personal wird entsprechend aufgestockt werden.

„Die Lebensrealität vieler Familien hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Diesem Umstand wollen wir mit der 24-Stunden-Kita nachkommen“, erklärt Mirja Wolfs, stellvertretende Geschäftsführerin des KiTa Zweckverbandes, der 270 Einrichtungen mit rund 17 000 Betreuungsplätzen im Ruhrbistum verwaltet. Groß sei das Interesse von Eltern, die im Schichtdienst arbeiten, zum Beispiel an Krankenhäusern oder an Theatern und Bühnen in Essen und Bochum. „Auch für Alleinerziehende, denen Betreuungspersonen wie Oma oder Opa weggefallen sind, kommen wir infrage“, so Wolfs weiter. Sie weiß, dass das Thema 24-Stunden-Kita durchaus kontrovers diskutiert wird. Umso wichtiger ist es ihr, aufzuklären, dass es vor allem darum geht, Eltern zu unterstützen und die bestmögliche Betreuung mit zu organisieren. „Natürlich wird es entsprechende pädagogische Konzepte und einen festen Rhythmus in der Betreuung und den Betreuungszeiten geben.“ Interessierte Eltern können sich melden unter: 0201/867533610. Die Essener 24-Stunden-Kita soll im ersten Halbjahr 2016 an den Start gehen.

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