Bene Gratuliert

Moderatorin Katharina te Uhle im Interview

Moderatorin Katharina te Uhle, WDR/Annika Fußwinkel
September 2025

 

3 Fragen an WDR-2-Moderatorin Katharina te Uhle

ENTSPANNT EUCH MAL

Die Zeit bis zum Mittagessen vergeht mit ihr immer wie im Flug: Mit angenehmer Stimme und auf locker-leichte Art begleitet Katharina te Uhle regelmäßig ab 9 Uhr fast 1,3 Millionen Menschen auf WDR 2 durch den Vormittag. Vom Studio in Köln geht es für die Moderatorin zurück Richtung Ruhrgebiet. Katharina te Uhle lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Duisburg. Dort traf sie sich in einem Café zum Gespräch mit BENE- Redaktionsleiterin Sandra Gerke.

BENE: Sie sind freiberuflich beim WDR. Daneben bringen Sie mit Ihrem Kollegen Jörg Thadeusz ebenfalls als Selbstständige jeden Donnerstag eine Folge Ihres Koch-Podcasts „Hoffentlich schmeckt’s“ heraus. Passend zum aktuellen BENE-Motto: Wie behalten Sie „Alles im Griff“?

Katharina te Uhle (lacht): Ja, und dann kommst du nach Hause, und der nächste Job ist da: die Kinder, der Haushalt. Als Freiberuflerin habe ich eine gewisse Flexibilität, was echt gut ist. Aber es gibt auch Phasen mit konzentriertem Stress. Ich habe oft das Gefühl, dass das Level zu hoch ist und ich lernen muss, öfter Nein zu sagen. Abgesehen davon liegt es mir schon, mich zu organisieren. In meinem Leben ist nicht immer alles gerade und ordentlich gelaufen. Es gab Geschichten, an denen andere vielleicht zerbrochen wären. Ich bin dadurch eher gelassener geworden. Wenn im Alltag mal etwas nicht nach Plan läuft, sage ich: „Leute, es gibt Schlimmeres. Entspannt euch mal!“

Entspannung scheint Ihnen besonders das Kochen und Backen zu bringen. Wie hat sich das entwickelt?

Ich liebe gutes Essen! Aber ich koche nur so mittelgerne, das ist eher der Bereich von Jörg Thadeusz. Ich backe lieber. Irgendwann habe ich angefangen, Kuchen mit zur Arbeit zu nehmen – und gemerkt, dass das anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Wenn Prominente in die Sendung kamen, war das in den meisten Fällen wie ein Türöffner. Die Leute fangen an zu erzählen. Natürlich nicht nur bei der Arbeit: Zum Kuchenessen kommt man zusammen und redet miteinander. Mit anderen an einem Tisch zu sitzen, gemeinsame Mahlzeiten zu genießen, das ist doch eine Freude! Das ist mir auch mit meiner Familie ganz wichtig.

Unseren Podcast machen Jörg und ich seit zweieinhalb Jahren und haben mittlerweile eine große Fangemeinde. Die Menschen schicken uns Bilder, wenn sie Rezepte nachmachen. Besonders viele Rückmeldungen gibt es, wenn wir erzählen, dass mal etwas schiefgegangen ist. Die Leute wollen sich verstanden fühlen in ihrem Nicht- perfekt-Sein. Gemeinsam darüber zu lachen, ist eine Form von Trost.

Kann man sagen, dass das Ihr Ding ist: für Gemein schaft zu sorgen, ob vor den Radiogeräten oder am Esstisch?

Ein gutes Miteinander finde ich so wichtig! Deswegen freue ich mich auch, dass mein großer Sohn zu den Pfadfindern gegangen ist und der jüngere auch schon auf der Warteliste steht. Ich war selbst in meiner Jugend in Dülmen in der katholischen Kirche aktiv, unter anderem bei den Pfadfindern, und habe viel Gutes daraus gezogen. Auch jetzt in Duisburg nehme ich in unserem Stadtteil ein blühendes Gemeindeleben wahr. Menschlichkeit. Miteinander. Sonntags in die Kirche zu gehen, schaffe ich zwar fast nie. Aber Glauben kann man überall leben. Mir geht es darum, meinen Kindern die Werte zu vermitteln, die dahinterstecken. Und wenn irgendein Fest in der Gemeinde ansteht, backe ich natürlich Kuchen!

 

 

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