Querbeet

Maria Magdalena – Starke Vorstellung!

Dieser Film bedient kein Klischee. Es geht nicht darum, ob Maria Magdalena und Jesus ein Paar waren. Er handelt vielmehr von einer Frau, die sich mutig und aus Überzeugung den Jüngern Jesu anschließt – und das in einer Zeit, als Frauen nicht mehr als Besitz ihrer Männer und Familien waren.

„Maria Magdalena“ des australischen Regisseurs Garth Davis ist monumental dank der perfekten Komposition aus Bildern, Musik und Sprachbotschaften. Aber er ist auch ein Kleinod, das fesselt und stellenweise tief berührt dank großartiger Besetzung – Rooney Mara (Foto) als empfindsame Maria Magdalena, Joaquín Phoenix als bestechender und vorseherischer Jesus und Tahar Rahim als grandioser, zweifelnder Judas – und größtmöglicher Nähe zu dem, was uns zu den Protagononisten überliefert ist.

Maria Magdalena wächst am Ufer des See Genezareths auf und widersetzt sich ihrer Bestimmung, mit einem Fremden verheiratet zu werden. Sie erträgt die Folter ihrer Familie und reißt sich los, schließt sich Jesus und seinen Aposteln an, erschließt auch die Herzen der Frauen. Sie kommt in den Sog der großen Bewegung, aus dem Rebell aus Nazareth wird der sehnsüchtig erwartete Messias, dessen Leidensweg nur die Mutter Jesu und Jesus selbst vorhersehen. Maria Magdalena aber wächst in der Trauer über den Verlust über sich hinaus. Jesus sagt prophetisch im Film zu ihr: „Du bist meine Zeugin, Maria Magdalena!“ Sie sieht ihn als erste nach der Auferstehung, sie überzeugt die trauernden Jünger, für Frieden, Freiheit und das Himmelreich weiterzukämpfen. Starke Vorstellung!

Kinokritik: Jutta Laege

Karten zu gewinnen!

„Maria Magdalena“ läuft ab dem 15. Ma?rz auch in unseren Kinos. Wir verlosen 3 x 2 Karten für den Kinobesuch: Senden Sie bis zum 10. März eine Mail, Stichwort „MM“ an: redaktion@bene-magazin.de.

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