Querbeet

Jim Knopf kommt ins Kino!

Der Film "Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer" startet am 29. März.

 

 

Ein Plädoyer für die Fantasie

3 Fragen an Henning Baum

BENE: Herr Baum, Sie spielen in der Realverfilmung des Kinderbuchklassikers „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ von Michael Ende den Lukas. Wieviel Lukas steckt in Ihnen?
Baum: Der Lukas ist ein mutiger Kerl. Ich würde mir wünschen, dass ich auch so mutig wäre. Er ist der Welt gegenüber aufgeschlossen, hat keinen Dünkel gegenüber dem Neuen. Er ist abenteuerlustig und in gewisser Weise auch unerschrocken, vielleicht etwas unerschrockener, als ich das in der Realität wäre. Was uns verbindet: Auch ich begegne dem Fremden ohne Vorbehalte. Ich habe eine zeitlang im Ausland gelebt, hatte auf meinen Reisen immer guten Kontakt zur einheimischen Bevölkerung.

BENE: Warum passt das Werk von Michael Ende, das er 1960 verfasst hat, auch in die heutige Zeit?
Baum: Sein Werk ist ein Plädoyer für die Fantasie. Man meint ja landläufig, dass die Entwicklung des Verstandes wichtig ist. Damit sich die Seele des Menschen entwickeln kann, bedarf es laut Ende allerdings der Entfaltung seiner Fantasie. Die Fähigkeit zu staunen, sich dem Fantastischen hinzuwenden, ist also auch für den Erwachsenen wichtig. Wenn er das nicht tut, erstarrt ein elementarer Teil in ihm. Michael Ende hat etwas geschaffen, was einen universellen, menschlichen Kern hat, was damit also zeitlos ist.

BENE: Was können wir von Jim Knopf und Lukas lernen?
Baum: Das Entscheidende scheint mir zu sein, dass die beiden nicht in der Bequemlichkeit verharren. Sie verlassen ihr geliebtes Lummerland, machen sich auf den Weg ins Unbekannte. Sich etwas zuzutrauen, ist für jeden Menschen wichtig. Dabei geht es nicht um waghalsige Dinge wie zum Beispiel Bungee Jumping. Es geht darum, Neues zu entwickeln, Neues zu leben, sich dem Prozess auszusetzen, Prüfungen zu bestehen, Hürden zu überwinden und dabei die Möglichkeit des Scheiterns einzukalkulieren. Wenn man das nicht macht, findet keine Entwicklung in uns statt. Man muss hinausgehen und das Abenteuer suchen.

 

 

Kommentare

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden.