Bestimmung

Das Leben danach: Wie Kirchen genutzt werden

St. Bonifatius Gelsenkirchen-Erle: Demnächst BackstubeUnser tägliches Brot gib‘ uns heute: Der Gelsenkirchener Unternehmer und Konditromeister Christian Zipper (Foto rechts) hat das Gelände mit Kirche, Küster-, Gemeinde- und Pfarrhaus gekauft und plant, seine Backstube im Gotteshaus unterzubringen. Damit wird ein Abriss verhindert, ursprünglich wollte ein Discounter das Grundstück kaufen und dort einen Markt errichten. Das Gemeindehaus hat der frühere Messdiener Zipper bereits modernisiert, vor der Kirche hat er einen Backshop errichtet. Das dazugehörige Café lädt zum Verweilen im Schatten des Kirchturms.

Im Bistum Essen wird es in Zukunft weniger Kirchengebäude geben. Um eine angemessene Weiter- oder Andersnutzung wird intensiv gerungen. Schon seit 2005 haben zahlreiche Gotteshäuser eine neue Nutzung erhalten.

Kommentare

  1. Carl Wilhelm Cassel am 29.07.2018
    Wunderbar! Es sollte keine Kirche abgerissen werden! Städte leben durch ihre Geschichte, und ein kirchliches Bauwerk spricht für sich, auch wenn es, wie am Beispiel Sankt Bonifatius aufgezeigt, eine mehr weltliche Nutzung erfährt, wobei ja Backstube und Café sogar die ideale Verbindung zur "Frohen Botschaft" darstellen.
    Ebenso können Kirchen, deren Gemeinden sich aufgelöst haben oder zusammengelegt wurden, als Bürgerzentren, für kulturelle Veranstaltungen und künstlerische Initiativen zur Verfügung stehen, Orte des kulturellen, bürgerschaftlichen und nachbarschaftlichen Zusammenkommens und Brückenbauens, die für jedes Stadtquartier wichtig sind, denn eine Gesellschaft wird nicht durch schnöden Kommerz zu einer gebildeten und bildungsoffenen Zivilisation.
    Und schließlich wurden Kirchen auch mit Steuermitteln erbaut, und sollten somit als öffentliches Eigentum betrachtet werden.
    Hier sind Bund, Länder und Kommunen in der Mitverantwortung, für den Erhalt und die sinnvolle Weiternutzung von Kirchen einzustehen!

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