Gebet

Hier bin ich Sohn

Endlich öffnest du die Tür.
Ich merke gleich, du bist da,
doch du bist nicht hier.

Das Glas in deiner Hand,
gefüllt bis an den Rand,
versteckst du grad vergeblich vor mir.

Siehst meinen Blicken dann
die Enttäuschung gar nicht an.
Am liebsten will ich gehen.

Wirkst aufgesetzt und kalt,
tut so weh, dir dabei zuzusehen

Es gibt so vieles, was ich kann,
ich bin Vater, ich bin Mann,
doch hier bin ich Sohn.

Mit meiner Wut und meiner Angst,
die nur du mir nehmen kannst,
will ich dich verschonen.

Ich bleibe da, um dich zurückzuholen,
wenn du mich lässt.

Hast du den ersten Schritt getan,
lauf´ ich mit dir den Rest.

Ich will endlich etwas tun für dich,
bitte sag mir nur was.

Bist du lieber allein, soll ich gehen?
Wenn es sein muss, auch das.

Ich erinner mich fast nicht,
doch ich weiß,
als Kind hab´ ich zu dir aufgesehen.

Du warst wunderschön.
Von diesem Glanz ist nichts geblieben,
manchmal fällt´s schwer,
dich zu lieben.

Kannst du das verstehen?

Du verpasst so viel,
setzt wertvolle Zeit aufs Spiel.
Ist dir das egal?

Du sagst so oft, du hörst auf,
und ich glaub´s, doch am Ende
wiederholt sich alles noch einmal.

Es gibt so vieles ...

Ich bleibe da ...

Liedtext: Max Mutzke, Andreas Herbig, Johannes Arzberger,
Jasmin Shakeri, Heiko Fischer, Simon Gattringer Ebner,
Jan Stolterfoht, Philipp Otto Block und Achim Seifert
© Wanderlust Entertainment WLE GmbH / Edition Herbig 2.0
(bei BMG Rights Management GmbH) / BMG Rights Management GmbH

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