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Entspannt und fit durch den Herbst des Lebens

Foto: shutterstock.com/Triff

Fit wie ein Turnschuh

Laufen, schwimmen, wandern: Wie man sich auspowert, ist egal, solange man es regelmäßig macht. Um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, sollte man sich mindestens zweimal pro Woche 30 Minuten lang anstrengen und dabei so richtig aus der Puste kommen. Das gilt bereits für Menschen ab 35!

Auf ein Neues!

Bisher war die Meinung verbreitet, dass sich die Persönlichkeit eines Menschen im Alter kaum noch weiterentwickelt. Forscher der Berliner Humboldt-Universität bewiesen jetzt das Gegenteil. Anhand einer Langzeitstudie mit mehr als 23.000 Personen stellten sie fest, dass man auch nach dem 70. Lebensjahr noch neue Charakterzüge an sich entdecken und sich verändern kann. Einige der Probandinnen und Probanden wurden von rebellischen zu eher angepassten Menschen. Andere, die sich in jungen Jahren als eher kontrolliert empfanden, lernten im Alter ihre impulsive Seite kennen. Seinem Leben eine neue Richtung zu geben, ist also immer möglich.

Seite für Seite

Bücherwürmer dürfen sich freuen: Wer im Alter viel liest, kann sein Leben verlängern! Das haben Forscher der renommierten Yale-Universität herausgefunden. Sie führten eine lang angelegte Studie mit mehr als 3.600 Personen durch. Das Ergebnis: Menschen, die ab dem 50. Lebensjahr jeden Tag mehr als 30 Minuten in einem Buch lasen, lebten fast zwei Jahre länger als die, die weniger oder überhaupt nicht schmökerten.

Gemeinsame Sache

Als Mittzwanziger hat man im Durchschnitt etwa 25 bis 30 Kontakte pro Tag, als 80-Jähriger nur noch drei bis fünf. Das Problem: Soziale Isolation kann die Leistungsfähigkeit des Gehirns beeinflussen. Wenn man sich über einen längeren Zeitraum nicht mit anderen Menschen austauscht, werden bestimmte Areale in dem komplexen Organ weniger beansprucht. Die Folge: Sie arbeiten nicht mehr so aktiv. Deshalb sollte man sich im Alter unbedingt Gesellschaft suchen, auch wenn das nicht immer einfach ist. Neben Treffen mit der Familie kann das der tägliche Plausch mit der Nachbarin, die Teilnahme an einem Seniorennachmittag oder vielleicht sogar der Umzug in eine Wohngemeinschaft für ältere Menschen sein.

Scharfes Teil!

Was man früher noch ohne Probleme lesen konnte, sieht man plötzlich verschwommen: Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Brillenträger zu. Laut Zentralverband der Augenoptiker brauchen mehr als 90 Prozent der über 60-Jährigen eine Sehhilfe. Um gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Gedächtnisproblemen vorzugreifen, muss diese regelmäßig an die jeweiligen Bedürfnisse der Trägerin oder des Trägers angepasst werden. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass jeder Zweite eine Brille auf der Nase hat, die nicht richtig eingestellt ist.

Das Beste zum Schluss

Wer wohlwollend mit dem eigenen Älterwerden umgeht, wird laut amerikanischer Wissenschaftler im Schnitt sieben Jahre älter als der, der damit hadert. Denn: negative Gedanken kosten zu viel Kraft! Das Gute: Mit zunehmenden Jahren wird man automatisch etwas gelassener, weil sich ein sogenannter Positivitätseffekt einstellt. Dieser sorgt zum Beispiel dafür, dass man sich besser an die Dinge erinnert, die mit einem guten Gefühl verknüpft sind als an schmerzhafte Ereignisse. Außerdem blickt man im Alter auf einen großen Erfahrungsschatz zurück, der es einem ermöglicht, Wissen und Fähigkeiten an die junge Generation weiterzugeben. Auch das kann glücklich machen. Das Alter spielt uns in die Karten: Britische Wirtschaftswissenschaftler fanden heraus, dass die Lebenszufriedenheit ab Mitte 50 kontinuierlich ansteigt.

Text Kathrin Brüggemann

 

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