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... Jahre und topfit!

Von wegen Ruhestand und Rentnerdasein! 76 Jahre ist Manfred Laser – jung, heißt das wohl! Denn der vierfache Großvater ist noch richtig gut zu Fuß! Gemeinsam mit 174 weiteren Teilnehmern absolvierte er kürzlich einen kräftezehrenden 20-Kilometer-Marsch. Alles für den guten Zweck und wohl auch deshalb mit seligem Lächeln im Gesicht.

„Ich bin topfit“, erklärt der frühere Elektroningenieur, der noch zwei Mal pro Woche Tennis spielt und regelmäßig wandern geht. Bereits zum dritten Mal nahm er als einer der Ältesten am Hungermarsch in Hattingen teil. Der Marsch gehört zur ökumenischen „Aktion 100.000 – Solidarisch in der einen Welt“, die die Hattinger bereits zum 47. Mal auf Trab hielt.

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Mit der Hilfsaktion, die von Misereor und „Brot für die Welt“ gefördert wird, werden benachteiligte Länder unterstützt. In diesem Jahr geht das gesammelte Geld nach Haiti. Der Karibikstaat ist gebeutelt von zahlreichen Erdbeben. Zuletzt verwüstete im Oktober 2016 Hurricane Matthew das Land: Hunderttausende Menschen wurden obdachlos, etliche landwirtschaftliche Flächen wurden überschwemmt. Die Spendenaktion soll deshalb vor allem den Kleinbauern Haitis dabei helfen, zerstörte Waldgärten aufzuforsten. „Es ist wichtig, dass sich Menschen hier in Deutschland, in Hattingen, um die Notlagen der Menschen in anderen Teilen der Welt kümmern“, erklärt Bürgermeister Dirk Glaser.

Neben dem Hungermarsch gab es noch zahlreiche weitere Spendenakti-onen. So konnten die Hattinger für einen Spendenbeitrag fair gehandel-ten Wein verkosten, Benefiz-Konzerten lauschen und an einem Gemeinschaftsessen teilnehmen. Außerdem wurden an Schulen frisch gebackene Brote und Waffeln verkauft. Kleine Aktionen mit großer Wirkung. „Wir werden nicht alles Leid auf der Welt auf einmal abschaffen können, aber es ist wichtig, dass wir anfangen“, so Dirk Glaser.

Auch Manfred Laser leistete seinen ganz persönlichen Beitrag. Die 20 Kilometer, die in sechs Etappen von der St. Georgskirche über den Ruhrhöhenweg Blankenstein und den Leinpfad bis zum CVJM-Heim führten, ging er in viereinhalb Stunden. „Ich konnte gerade noch so durchs Ziel humpeln“, erinnert er sich. Ein anstrengender Marsch, doch für die gute Sache quälte er sich gern. „Es ist mir wichtig, anderen zu helfen.“ Der Lohn: 730 Euro, die er dank seiner Sponsoren, die ihm pro Kilometer Wegstrecke einen bestimmen Betrag gaben, spenden konnte.

Beeindruckend: „Die Teilnehmer erliefen gemeinsam 22 000 Euro“, freut sich Organisator Thomas Haep. Wie viel Geld insgesamt gesammelt werden konnte, steht noch nicht fest. Im letzten Jahr waren es 86 000 Euro. Bürgermeister Dirk Glaser ist mehr als zufrieden. „Die Aktion 100.000 zeigt, wie viel eine kleine Gruppe bewegen kann, um Menschen in Not zu helfen.“

Fotos: Achim Pohl/ privat

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