Siebensachen

7777 Kilometer: Ruhrbistum ... Santiago de Cuba

HEISS, TROPISCH & UNVERSTELLT

„Gestern rebellisch, heute gastfreundlich, immer heldenhaft“: In Santiago nahm mit dem Sturm auf die Moncada-Kaserne am 26. Juli 1953 die kubanische Revolution unter Fidel Castro ihren Anfang. Und so wundert es nicht, dass der 2016 verstorbene Anführer und langjährige Staatschef auch in seiner alten Heimat, der ehemaligen Hauptstadt Kubas, begraben ist.

Wer Kuba sagt, hat meist Havanna vor Augen. Kolonialbauten, Quantanamera-Gesänge am Malecon und Zigarren rauchende Frauen im Straßenbild. Vieles davon ist Inszenierung für Touristen. In Santiago de Cuba, das – zugegeben – heiß, tropisch und auch nicht immer ungefährlich ist, geht es dafür unverstellter zu. Die Stadt im Süden der Insel war Hafen der Spanischen Armada im 16. Jahrhundert. Davon zeugt noch die imposante Festung „El Morro“, die UNESCO-Weltkulturerbe ist und einen großartigen Blick auf die Karibische Bucht, die Bahia de Santiago, bietet.

Das Stadtbild ist eher afroamerikanisch. Die Häuser sind kleiner, die Straßen enger. Pferdekutschen sind hier keine touristische Attraktion, sondern Fortbewegungs- mittel für Einheimische. Reisende sollten sich das pittoreske Stadtviertel El Tivolí und die Destillerie Bacardí & Ca. anschauen und unbedingt den „Santa Ifigenia“- Friedhof besuchen. Lohnenswert ist bei gutem Wetter ein Abstecher zur östlich gelegenen Gebirgskette Gran Piedra oder zu den zahlreichen Kaffeeplantagen. Der Abend lässt sich im Lokal „Casa de la Trova“ im Zentrum gut bestreiten: Dort treffen sich die Kubaner zu Son und Salsa, und der Mojito schmeckt tropisch-gut.
Infos: www.santiago-de-cuba.info

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