Siebensachen

7777 Kilometer: Ruhrbistum – Santiago de Cuba – Johannesburg ... Gibraltar

ANS ENDE EUROPAS

Vom südafrikanischen Johannesburg wenden wir uns Richtung Norden  – wir landen auf Gibraltar, der winzigen Halbinsel, die in letzter Zeit so viele politische Fragen aufwirft. Hier verläuft die Grenze zwischen Spanien zu Großbritannien. Hier hängen die Briten seit 1704 und auch nach dem Brexit also ganz nah dran, an Europa. Südlich der Halbinsel befindet sich die Straße von Gibraltar. Die Meerenge markiert eine weitere Grenze: zwischen Afrika und Europa. Weiter oben, auf dem Gipfel von Gibraltar findet man die Berberaffen, für die der Felsen so berühmt ist. Sie sind immer noch eine Touristenattraktion.  

Kurz hinter Spaniens Festland gibt es Fish and Chips. Gibraltar wirkt bei der Einreise über den schmalen Durchgang, der das Festland mit der Halbinsel verbindet, wie eine bizarre Kulisse: Das Überseeterritorium des Vereinigten Königreiches ist ein Felsen, umgeben von  Sand und Meer .... und Pubs. Gesprochen wird Englisch. Gefahren wird dennoch rechts. Um auf das gut 6,5 Quadratkilometer große Areal zu gelangen, werden Einreisende in Spuren eingewiesen: Es gibt welche für Autofahrer und eine Bahn für Fußgänger. Wer schließlich oben angelangt ist, wird mit glänzender Aussicht belohnt. Den besten Blick hat man vom Naturschutzgebiet „Upper Rock“. Es ist der Lebensraum der Berberaffen, die jegliche Scheu vor Touristen verloren haben. Fotos zeigen, wie Besucher mit den possierlichen Tierchen posen. Oder ist es genau andersherum? Die Affen stehen seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter Schutz, sie sind die einzigen freilebenden in Europa.

Geografisch gehört Gibraltar klar zu Europa. Politisch wird es wegen des Brexit nun aber noch vertrackter. Beim Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU stimmten vor einem Jahr 95,9 Prozent der Bewohner für den Verbleib (19.322 Stimmen), 4,1 Prozent für den Austritt (823 Stimmen). Gibraltar war damit der Stimmbezirk mit dem höchsten Stimmanteil für Europa. Befürworter in London sind darüber eher „not amused“.

Infos: www.tourismus.de/europa/gibraltar

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