Teaser 4

„Ich seh den Sternenhimmel…“

Foto: shutterstock.com/eamesBot

Dezember 2025

 

ICH SEH DEN STERNENHIMMEL …

Ein Blick ins „Tor zum Universum“

 

Text Jutta Oster

Sie sind vielfach besungen, beschrieben und gemalt, sie geben den Menschen Orientierung, senden Zeichen und verraten uns eine Menge über die Entstehung des Universums: Sterne faszinieren Menschen seit Jahrtausenden – nicht nur in der Advents- und Weihnachtszeit. Gerade in klaren Winternächten lohnt es sich, 
mal wieder zum Himmel zu schauen und zu staunen.

STARS UND SUPERSTARS 
„Im Weltraum ist es nicht anders als auf jedem Schulhof auch: Es wimmelt von unterschiedlichen Typen. Groß und klein, dick und dünn, alt und jung“, erklärt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Unter den Himmelskörper-Typen gibt es Planeten, Monde – und eben Sterne. Das sind selbstständig strahlende Himmelskörper, laut DLR die „Stars“ und „Superstars“ des Universums. Im Unterschied zum Mond etwa strahlen sie ihr eigenes Licht aus. Auch die Sonne ist ein Stern; wir sehen sie nur deshalb so groß, weil sie uns vergleichsweise nahe ist. Vereinfacht gesagt, sind Sterne ein Gemisch aus Wasser­stoff und Helium. Mit der Erforschung der Himmels­körper im Universum beschäftigt sich die Astronomie.

70.000.000.000.000.000.000.000
70 Trilliarden Sterne (eine 7 mit 22 Nullen) soll es nach Schätzungen von Fachleuten im Universum geben. Allein in unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, leuchten mehr als 100 Milliarden Sterne

DEN STERNEN GANZ NAHE KOMMEN … 
… kann man zum Beispiel im Planetarium Bochum. Dessen Leiterin, Professorin Susanne Hüttemeister, bezeichnet es als das „Tor zum Universum“. Dort zeigt ein zentraler Projektor den Sternenhimmel, wie man ihn von der Erde aus sehen kann – und dieser Planetariums­himmel ist immer wolkenlos, mehr als 9.000 Sterne strahlen auf die Gäste. Auf dem Programm stehen Astronomie-, aber auch Musik-Shows, Vorträge und Lesungen, im Dezember etwa „Zu den Sternen“, „Faszinierendes Weltall“ oder „Vom Urknall zum Menschen“. Für diejenigen, die tiefer in das Thema einsteigen möchten, bietet das Planetarium auch astronomische Kurse an. Im Podcast „Gemeinsam durch die Galaxis“ reist die Planetariumsleiterin mit verschiedenen Gästen thematisch durchs Universum. Da geht es etwa um Fragen wie: Sieht das Sternbild Großer Bär wirklich wie ein Bär aus? Oder: Was passiert, wenn das Leben von Sternen endet? Mehr dazu unter: www.planetarium-bochum.de

DER STERN VON BETHLEHEM 
Ein Stern soll die Heiligen Drei Könige, die ursprünglich Sterndeuter waren, laut Matthäus-Evangelium nach der Geburt Jesu zum Kind in der Krippe geleitet haben. Was ist dran am Stern von Bethlehem, hat es ihn wirklich gegeben? Aus astronomischer Sicht könnte es sich beim Stern von Bethlehem um eine seltene Planetenkonstellation gehandelt haben, bei der sich die Planeten Jupiter und Saturn optisch so nahe kamen, dass sie kaum noch voneinander zu unterscheiden waren. In der Astronomie nennt man dieses Phänomen „Konjunktion“. Was genau zur Geburt Jesu am Himmel geschah, lässt sich heute nicht mehr ermitteln. Da lässt uns der Evangelist Matthäus im Dunkeln tappen. Der Stern aber ist untrennbar mit Weihnachten verbunden, er hat eine starke Symbolik: Mit Christus tritt das Licht in die Welt. Auch an vielen anderen Stellen in der Bibel kommen Sterne vor, sie stehen etwa für die Schöpfungskraft Gottes.

TIPPS FÜRS STERNEGUCKEN 
In der Vorweihnachtszeit lohnt es sich ganz besonders, in einer sternenklaren Nacht Richtung Himmel zu schauen. Mit etwas Glück kann man mit den Geminiden einen echten Sternschnuppenschauer erleben. Bis zum 17. Dezember stehen die Chancen dafür besonders gut. Wer eine Sternschnuppe sieht, darf einen Wunsch gen Himmel schicken – aber: Achtung, nicht verraten! Auch in anderen klaren Winternächten bietet der Himmel ein echtes Naturschauspiel. Drei Tipps, wie man besonders viel entdecken kann:
1.    Den richtigen Standort wählen: Am meisten sieht man an dunklen Standorten in der Natur. Besonders gute Blicke bieten Sternenparks, zum Beispiel der Nationalpark Eifel.
2.    Auf die Wettervorhersage achten: Damit Sie am Himmel auch viel sehen, sollten Sie eine wolkenfreie Nacht wählen.
3.    Eine Sternkarte studieren: Damit kann man sich über Sternbilder und Planeten informieren, zum Beispiel über: www.sternfreunde.de
Ein Teleskop kann sich lohnen, aber auch mit bloßem Auge lässt sich am Himmel viel entdecken.

DIE STERNE VOM HIMMEL HOLEN – UND ANDERE HIMMLISCHE REDEWENDUNGEN 
Weil der Blick zum Himmel Menschen von jeher fasziniert, sind viele Redewendungen rund um Sterne entstanden. Wer verliebt ist, holt einem anderen Menschen gerne die Sterne vom Himmel. Wer nach den Sternen greift, steckt sich ganz schön ehrgeizige Ziele. Wer eine Sternstunde hat, erlebt gerade einen besonders glücklichen Augenblick. Und was in der Zukunft passieren wird, steht noch in den Sternen.

DER STERN ALS SYMBOL 
Auch jenseits von Weihnachten hat der Stern Symbolkraft. Zum Beispiel sind zwölf Sterne in einem Kreis auf blauem Grund auf der Europaflagge vertreten – laut EU stehen sie für die Werte der Einheit, Solidarität und Harmonie zwischen den Völkern Europas.

 

 

 

 

 

Cookie Einstellungen

Performance Cookies erfassen die Informationen über die Nutzungsweise einer Website durch den Besucher.

Anbieter:

Google

Datenschutz

Statistik-Cookies dienen der Analyse und helfen uns dabei zu verstehen, wie Besucher mit unserer Website interagieren, indem Informationen anonymisiert gesammelt werden. Auf Basis dieser Informationen können wir unsere Website für Sie weiter verbessern und optimieren.

Anbieter:

Google

Datenschutz

Datenschutzerklärung | Impressum