Besserwisser

Pop-Kantoren bei der Probe

Das Video zeigt Ausschnitte einer Probe der Bochumer „Abendkirche-Band" mit unseren Pop-Kantoren Christoph Hees und Michael Galla.

WARUM POP UND KIRCHE?

Musik ist eine gute Verbindung! Kirche braucht wieder etwas, das junge Leute anzieht. In den 70er Jahren war das Neue Geistliche Liedgut (NGL) eine junge Alternative zur klassischen Kirchenmusik. Sie lässt sich bis heute gut in Liturgie und Gottesdienste einbauen. Doch sie spricht viele Jugendliche heute nicht mehr so an. Deshalb entstand im Rahmen des Zukunftsbild Prozesses des Bistum Essen der Plan, das bisherige Kirchenmusik-Angebot durch moderne Elemente der Pop-Musik zu erweitern.

WAS IST DAS POP-KANTOREN-PRINZIP?

Die Pop-Kantoren sind Vollblutmusiker, sie sollen Gottesdienste oder Konzerte mit christlicher Pop-Musik unterstützen und gestalten. Genauer gesagt: Sie sollen den Musikern und Bands in den Gemeinden vor Ort in Workshops oder auch an Schulen zeigen, wie „Praise and Worship“ bekannter gemacht werden und in die Gottesdienste einfließen kann.

WOHER KOMMT‘S

Lobgesänge gab es schon im Alten Testament. Der bekannteste, das „Halleluja“ heißt ja nichts anderes als „Lobet den Herrn“ – und das gibt es eben in vielfacher gesanglicher Form. „Praise and Worship“ entstammt der so genannten „Hillsong“-Bewegung, die in Australien gegründet wurde. Sie hat in den vergangenen Jahren sehr viele Anhänger überall auf der Welt gefunden – auch und vor allem außerhalb von Gotteshäusern. Da spielen Bands auf Bühnen, in Hallen und Arenen und Tausende Anhänger stimmen mit ein, stehen auf, klatschen und singen mit. Aus diesem musikalischen Repertoire schöpfen auch die Pop-Kantoren.

WOHIN GEHT‘S?

Es soll kein „Woodstock“ werden. „Wir bejubeln keine Rockstars, wir bejubeln Gott“, ist das Motto. Im Gottesdienst sind Verkündigung und Liturgie die zentralen Elemente und können durch die neue Art der Musikpräsentation positiv verstärkt werden.

 

WER KANN MITMACHEN?

Musikbegeisterte natürlich! Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene im Bistum Essen. Mitsingen kann jeder, der Lust auf „Praise and Worship“ hat. Wer einen Gottesdienst instrumental gestalten und geschult werden will, sollte allerdings schon ein Instrument spielen können. Die Pop-Kantoren sind zwar terminlich bis Ende des Jahres ausgebucht, aber wer noch an den bisher geplanten Workshops teilnehmen will, kann gerne Kontakt aufnehmen:

E-Mail: popkantoren@bistum-essen.de

Kommentare

  1. Edgar Böhme am 28.06.2017
    Tut mir leid, aber obwohl ich nicht alt bin (57), hat mich dieses Art von Musik nie, wirklich nie erreicht!
    Diie Heilige Messe nennt sich auch Heilige Messe, weil man im Gebet Gott loben möchte. Dieser Stil, auch sacro pop genannt gehöht auf die Strasse ider in einer Halle, aber nie und nimmer indie Kirche. Warum glauben alle Frauen immer nur, sie könnten singen. Als eheemaliget Chorsänger habe ich ein Ohr für Harminie oder gequältes geplerre.
    Taizé; ja! Gregorianik; ja! Große Messen; ja!
    Das alles bringt einem den Himmel näher. Aber wenn ich diesen Pop in einer Kirche oder einem ehrwürdigen Dom hörehöre, rollen sich mir und snderen die Fußnägel zusammen.
    Ich ksnn Euch etwas empfehlen, was aus meiner Sicht in die Richtige Richtung geht, und doch sehr Gefühlvoll ist.
    HIER DIE ADRESSE:
    http://www.tiberiade.be/de/musik-aus-tiberiade.php

    Hört mal rein. Es gibt auch fröhliche Stücke, aber es klingt ganz anders und fühlt sich gut an.
    Ich wünsche Euch dennoch eine glückliche Hand beim musizieren

    Gottes Segen aus Duisburg,
    Edgar Böhme
  2. Stefan Müller, Kantor aus dem Bistum Trier am 05.07.2017
    Schließe mich der Rede meines Vorredners an! Bleibt zu hoffen, dass die Auftritte gelungener klingen als die hier geposteten "Proben". Mal ehrlich, jeder halbwegs gut aufgestellte GOSPEL-Chor, von denen es in Deutschland ja mitlerweile schon etliche gibt bringt mehr Spaß, POWER und Praise and Worship rüber als dieses sogenannte "Lob Gottes". Apropos Gotteslob: Im neuen Gotteslob sind wirklich gehaltvolle, erbauliche NGL Lieder, wie z.B. meine Favoriten: "Wäre Gesanges voll unser Mund", "Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt" (auch schon ca.30 Jahre alt, aber jetzt erst drin) oder "Wo Menschen sich vergessen.." - Warum, um Gottes Willen immer nur Englisch?! Um es den amerikanischen Mega-Churches nachzumachen und die Hallen zu füllen?! Es gibt auch richtig fetten deutschen Lobpreis der Neu-Evangelisierungsgruppe TOTUS TUUS, die mitlerweile auch chorisch richtig gut singen und in ganz Deutschland zum Lobe Jesu und Mariens unterwegs sind und viele junge Leute ansprechen durch ihre Echtheit!
    Bitte verwässert nicht unseren Glauben und unser kulturelles Gut wie Bach, Mendelssohn oder Brahms (Deutsches Requiem!) durch weichgespülte, gefällig-wirkende, vom Gebet ablenkende Pop-Klänge, die bestenfalls als Background einer grünen Hochzeit wirken könnten...
    Ich wünsche Euch den Heiligen Geist, damit ihr wirklich guten Lobpreis zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen machen könnt! Vielleicht schafft ihr es dann ja auch in das NEUE GOTTESLOB in 30 Jahren (oder vielleicht schon in 20 ;-) und nicht nur in den Essener Anhang))
    Grüße aus dem Bistum Trier, Stefan Müller

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