Behindert, ist das etwa lustig?

Seinen Armstumpf mit den verkürzten Fingern bezeichnet er gerne mal als „wertvolle Schnitzarbeit aus dem Erzgebirge“. „Da kann man sich Weihnachten ne Kerze drunter stellen, dann dreht sich das ...“ Willkommen bei „Deutschlands lustigstem Spasti“. Bleibt Ihnen das Lachen im Halse stecken? Bitte nicht! Lachen über Behinderungen – das ist für den behinderten Komiker Martin Fromme aus Wanne-Eickel ausdrücklich erlaubt. Kostprobe? Hier ein Auszug aus seinem Programm:

 

 

Wehe, Ihr lacht!

„Bitte kein Mitleid, gebt doch lieber Geld! Es kommt schließlich direkt einem Behinderten zugute!“ Martin Fromme hat ihn zur Kunstform erhoben – den Behinderten-Witz. Er darf das, er ist schließlich behindert. Fromme kam 1962 in Wanne-Eickel zur Welt. In den 80er Jahren bildete er mit Dirk Sollonsch das Comedy Duo „Der Telök“, Fernsehzuschauer lernten ihn unter anderem bei „Stromberg“ kennen, zahlreiche Gastauftritte von der „RTL Samstag Nacht“ über „Harald Schmidt“ bis „Extra 3“ hat Fromme absolviert. Seit 2011 ist er mit Stand-Up- Comedy alleine unterwegs, seit gut zwei Jahren steht seine angeborene Behinderung, eine Dysmelie (Gliedmaßenfehlbildung) im Mittelpunkt seines Programms („Besser Arm ab als arm dran“). Martin Fromme ist verheiratet und lebt im Ruhrgebiet. BENE sprach mit ihm über Behindertenwitze, Berührungsängste und ... warum Gott nicht schuld ist.

Martin Fromme im Interview